Kräuter im Südtiroler Bauerngarten – gut für Küche, Leib und Seele

Kräuter im Südtiroler Bauerngarten sind gut für Küche, Leib und Seele. Und nicht nur das: Als Teil des Ökosystems Bauerngarten sind sie wichtig für die Gartengesundheit. Entdecke die Vielfalt und Tradition unserer Bauerngärten!

Die aromatischen Kräuter der Bauerngarten zaubern den Spirit unseres schönen Südtiroler Landes in unsere täglichen Mahlzeiten. So wird jeder Bissen für dich zu einem Gourmet Erlebnis. Unsere Kräuter schmecken nach frischer Luft, Sonne auf einer Morgenwiese und weiten Berglandschaften. Aber nicht nur traditionelle Pflanzen aus Italien wie beispielsweise Basilikum sind fester Bestandteil in einem Südtiroler Bauerngarten, sondern auch die typisch deutsche Petersilie und der traditionelle Südtiroler Brotklee, der eigentlich eine Gewürzmischung ist. Egal, welche Ernährungsweise du bevorzugst: Unsere Küchenkräuter kommen aus garantiert biologischem Anbau. Wir auf dem Glinzhof vereinen Agriturismo und das unbeschreibliche Südtiroler Lebensgefühl mit Leib und Seele!

Der Südtiroler Bauerngarten – Tradition und Pflanzen

Woher kommt die Tradition des Bauerngartens in Südtirol?

Die Tradition des Bauerngartens in Südtirol ist älter als das Gebiet, das wir heute als Südtirol bezeichnen. Bauerngärten sind ein Zeichen der ersten Menschen, die sesshaft wurden und damit das Bedürfnis hatten, sich abzugrenzen, also einen „gard“ altnordisch für „Wal“, „Zaun“ oder „Mauer“ bildeten.

3 Zinnen Entstehung

Die Besiedlung der Alpen in Südtirol hat zwei Arten von Bauerngärten hervorgebracht: Jene mit romanischer Prägung und jene mit germanischer Prägung. Romanisch geprägte Bauerngärten sind meistens direkt an das Haus angebaut, während germanisch geprägte Gärten eigene Zäune besitzen und im freien Land stehen. In deutschen Gärten liegt das Hauptaugenmerk auf Gemüse, im italienischen Garten eher auf Blumen.

Welche Pflanzen wachsen in einem Südtiroler Bauerngarten?

Der Südtiroler Bauerngarten hat in erster Linie die Funktion der Selbstversorgung des Hofes. Dazu gehören natürlich Nutzpflanzen wie beispielsweise Zwiebeln, Kartoffeln, Karotten und Knoblauch. Außerdem sind Obstbäume gern gesehen und je südlicher er liegt, desto exotischer werden seine Pflanzen.

Drei Zinnen im Schnee

Blumen wie Rosen, Sonnenblumen, Tagetes oder Goldmelisse haben ebenso ihren Platz wie Beerensträucher und Obstbäume. Ob Himbeeren oder Stachelbeeren, das liegt ganz in der Hand der Bauern. Und dann gibt es die Kräuter. Sie sind ein wichtiger Bestandteil des Bauerngartens und haben gleich mehrere Aufgaben auf einmal. Vom Gewürz über Heilpflanzen bis zum Schädlingsvernichter – die Aufgaben der Kräuter sind vielfältig.

Drei Zinnen für die Ewigkeit

Welche Kräuter gibt es im Südtiroler Bauerngarten?

Kräuter gibt es im Südtiroler Bauerngarten in allen Farben und Düften. Hier findest du eine Auswahl der Kräuter, die typisch für einen Südtiroler Garten sind. Und das Beste ist: Sie sind nicht nur lecker, sondern auch gesund!

Schnittlauch, Fenchel und Salbei und viele andere Kräuter gehören natürlich ebenfalls in eine mit Liebe angelegten Bauerngarten. Du möchtest schon vor dem Urlaub ein Stück Südtirol probieren? Dann verführe deine Familie! Südtiroler Kräuter und Gewürze kaufen kann man auch im Internet mit hoher Qualität! Aus Vorfreude auf den Urlaub in Innichen. Auf der Webseite findest du auch Viropa, unseren Hersteller von z.B. Tee, den du beim Frühstück am Glinzhof genießen kannst.

Tipp: Immer einen Ausflug wert ist das Südtiroler Landesmuseum für Volkskunde in Bruneck. Erlebe das Leben der Bauern in Südtirol in früheren Zeiten und erfahre noch mehr über die traditionellen Bauerngärten der Region.

Brotklee

Das bekannteste Gewürz, seit es Südtirol gibt! Brotklee ist kein grüner Klee, der auf einer Wiese in den Bergen wächst. In der allgemein als Brotklee bekannten Mischung sind Bockshornklee (Trigonella foenum-graecum) und Schabzigerklee (Trigonella caerulea).

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Auch gemahlener Fenchel und Kümmel können ein Bestandteil von Brotklee sein. Die Mischung stammt eigentlich aus Persien und wird auch in der arabischen Küche gern verwendet.

Liebstöckel (Levisticum officinale)

Der Duft von Liebstöckel erinnert an Maggi. Ja, richtig gehört, und deswegen wird es auch Maggikraut genannt. Diese moderne Sicht auf die Staude, die bis zu zwei Meter groß wird, war einmal ganz anders: Im 16. Jahrhundert verwendete man Liebstöckel gern als Aphrodisiakum.

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Liebstöckeltee hat aber auch eine sehr gute Wirkung auf die Verdauung. In Frankreich bezeichnete man das Kraut auch als falschen Sellerie.

Goldmelisse (Monarda didyma)

Die Goldmelisse ist eine Auswanderin aus Übersee! Ihre wunderschönen roten Blüten sind eine Zierde für jeden Bauerngarten. Vor allem, wer eigenen Honig macht, bereitet seinen Bienen mit dieser wunderschönen Pflanze aus der Familie der Indianernesseln eine große Freude.

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Als Tee zubereitet, soll sie wirksam gegen Übelkeit, Fieber und Menstruationsschmerzen wirken.

Bergbohnenkraut (Satureja montana)

Bergbohnenkraut ist die Wintervariante des Bohnenkrauts. Es schmeckt würziger als das Sommerkraut und ist außerdem winterhart. Bergbohnenkraut ist ein perfekter Pfefferersatz und passt ausgezeichnet zu Fleisch, Hülsenfrüchten oder Bratkartoffeln.

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Bohnenkraut ist antiseptisch und kann gegen Entzündungen im Mund- und Rachenbereich wirksam sein. Außerdem beruhigt es den gesamten Magen – und Darmtrakt.

Estragon (Artemisia dracunculus)

In der Küche macht Estragon eine gute Figur: Das aromatische Kraut passt hervorragend zu Geflügel oder Fisch. In Essig eingelegte Triebspitzen und Blätter sind ein hervorragendes Gewürz für jeden Salat.

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Der aus China eingeführte Estragon wird traditionell gegen Zahnschmerzen gekaut. Estragon hat eine leichte Süße und erinnert leicht an den Geschmack von Lakritz.

Petersilie (Petroselinum crispum)

Der Volksmund bezeichnet Petersilie auch als Peterlein oder Suppenwurzel. Sie passt gut zu allen salzigen Gerichten. Kleingehackt wird sie gern über Speisen gestreut und als Dekoration verwendet. Probieren Sie auch Petersiliensalat, der würzige Frische zu jedem Fleischgericht garantiert.

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Jeder menschliche Körper profitiert von Petersilie: Sie wirkt fiebersenkend, blutreinigend und appetitanregend.

Rosmarin (Rosmarinus officinalis)

Rosmarin ist ein ausgesprochen kräftiges Gewürz, das zu jedem deftigen Fleischgericht passt. Jeder kennt die berühmten Rosmarinkartoffeln, die mit frischem Olivenöl aus dem Ofen nur noch würzigen Quark mit Schabzigerklee benötigen.

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Als Tee getrunken, fördert er die Durchblutung und steigert die Konzentration. Deshalb eignet sich Rosmarin auch ganz hervorragend für eine Aromatherapie!

Basilikum (Ocimum basilicum)

Es ist das Gewürz der italienischen Küche schlechthin: Das Basilikum. Seinen angenehmen, pfeffrig-würzigen Geschmack findet man in Nudelsoßen, Salaten und sogar in Eiscreme. Zitroneneis mit einem Hauch Basilikum ist die ultimative Sommer Erfrischung nach jeder Wanderung auf den sonnigen Berggipfeln in und rund um Innichen.

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Basilikum sollte weder zu Hause noch im Urlaub fehlen. Zumal es antidepressiv, verdauungsfördernd und schlaffördernd wirkt.

Oregano (Origanum vulgare)

Oregano ist nicht nur ein Pizza- oder Nudelsoßengewürz! Es ist auch eine hervorragende Kombination zu Lamm, im Gemüseauflauf oder in Suppen. Oregano ist in ganz Europa bekannt, wenn auch unter vielen verschiedenen Namen: Dorst, Dost oder wilder Majoran.

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Zu Salbe verarbeitet kann er bei Schnupfen helfen, da er schleimlösend und antibakteriell wirken kann.

Kapuzinerkresse (Tropaeolum majus)

Kapuzinerkresse beeindruckt nicht nur durch seine wunderschönen roten und orangen Blüten, sondern auch durch seine vielfältigen Gebrauchsmöglichkeiten. Die Blätter sind das perfekte Finish für Salate, Gemüsegerichte und Kräutersoßen.

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Die Blütenknospen und Früchte sind eine tolle Abwechslung im Segment Antipasti. Sie können wie Kapern in Essig und Öl eingelegt zu einer Delikatesse werden.

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Warum sind Kräuter wichtig in einem Bauerngarten?

Kräuter – die Essenz in der Küche und wichtig für die Gartengesundheit

Kräuter sind in einem Bauerngarten nicht nur wegen ihrer kulinarischen Bedeutung in der Küche oder für einen guten Kräutertee wichtig. Sie tragen auch zur Gesundheit des Gartens bei. Beispiele dafür sind beispielsweise Borretsch, Dill, Thymian, Salbei und die duftende Zitronenmelisse. Ein Bauerngarten ist ein ganzer Kosmos, der nicht nach Kräutergarten oder Gemüsegarten unterschieden werden kann. So finden sich die Gäste auf dem Glinzhof in einem Universum im Bauerngarten, das die ganze Welt widerspiegelt. Hier lebt ein Ding vom Anderen.

Kräuter sind tatsächlich so etwas wie die Gartenpolizei! Pflanzen wie Lavendel oder Rosmarin beispielsweise können dabei helfen, Schädlinge abzuwehren. Marienkäfer, Schwebfliegen oder Schlupfwespen dagegen sind Nützlinge. Sie werden von Schafgarbe angelockt und helfen, Schädlinge zu bekämpfen. Borretsch oder Dill verbessern die Bodenstruktur. Außerdem fördern sie die Nahrungsaufnahme benachbarter Pflanzen. Damit der Boden auch in heißen Sommern nicht so schnell austrocknet, können Thymian und Zitronenmelisse als Bodendecker eingesetzt werden.

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Die Integration dieser Kräuter in einen Bauerngarten stärkt die allgemeine Gesundheit und Produktivität des Gartens. Und nicht nur das: Sie können beispielsweise zu Tee oder Kräutersalz verarbeitet werden. Ein Südtiroler Kräutergarten ist aber nicht nur Teil eines Bauerngartens. Seine Würze bereichert den Geschmack jeder Mahlzeit, egal ob es sich um die traditionelle Südtiroler Küche, die italienische Küche oder um deutsche Rezepte handelt. Kräuter sind ein Fest für alle Sinne.

Wer sind die Dreamteams im Südtiroler Bauerngarten?

Bei einem gewinnbringenden Anbau von Obst und Gemüse im Südtiroler Bauerngarten gibt es echte Dreamteams! Pflanzenpartnerschaften, auch bekannt als Begleitpflanzung oder Mischkultur, verbessern den Geschmack und fördern das Wachstum. Welches Kraut mit welchem Gemüse besonders gut harmoniert zeigen wir dir hier:

Pflanzen Nutzen Vorteil
Basilikum und Tomate verbessert den Geschmack der Tomate Beide Pflanzen haben ähnliche Wachstumsbedingungen und brauchen viel Sonne. Basilikum hält Blattläuse und weiße Fliegen fern.
Dill und Kohl Dill zieht Nützlinge an (Marienkäfer, Schwebfliegen), die Schädlinge des Kohls bekämpfen Dill unterstützt auch Gurken und Kürbisgewächse in ihrer natürlichen Abwehr
Schnittlauch und Karotten Schnittlauch hält die Karottenfliege fern, unterstützt das Wachstum Schnittlauch unterstützt auch Tomaten
Rosmarin und Kohlgewächse Rosmarin vertreibt Kohlmotten, verbessert die Gesundheit von Kohl, Blumenkohl und Broccoli Rosmarin zieht nützliche Insekten an, gedeiht auch in trockenen Böden
Salbei und Karotten Salbei schützt Karotten vor Schädlingen Salbei fördert zudem die Gesundheit von Kohl und Rosengewächsen
Petersilie und Tomaten Petersilie zieht nützliche Insekten wie Schwebfliegen an Unterstützt das Wachstum von Spargel und Rosen
Thymian und Kohl Thymian hält Kohlwürmer und weiße Fliegen fern, fördert das Wachstum von Kohlgewächsen Thymian zieht Bienen und andere Bestäuber an
Koriander und Spinat Koriander vertreibt Blattläuse und Spinnmilben Koriander ist auch ein guter Partner für Karotten und Tomaten

Weitere nützliche Infos zu Mischkultur und guter und schlechter Nachbarschaft im Gemüsebeet gibt es in GEO – für deinen Gemüse- und Kräutergarten zu Hause.

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Wo liegt der Ursprung der Südtiroler Kräuter?

Der Ursprung der Südtiroler Kräuter hängt sehr eng mit der traditionellen Landwirtschaft, Klostergärten und natürlich mit den Alpen und ihren Wildkräutern zusammen. Manche von ihnen sind Neophyten.

Tipp: Entdecke das Buch Südtiroler Kräuterfrauen. Es gibt tolle Einblicke in die traditionelle Welt der Südtiroler Kräuter und Gewürze.

Neophyten und die Bedeutung der Klostergärten

Unter Neophyten versteht man Kräuter und Pflanzenarten, die nach 1492 in Europa bekannt wurden. Es war das Jahrhundert, in dem nicht nur Kontinente, sondern auch fremde Lebensformen entdeckt wurden. Sie wurden von den Entdeckern nach Europa gebracht und einige haben es geschafft, sich in Europa zu etablieren.

Leichte Wanderwege 3 Zinnen

Basilikum ist ursprünglich eine Pflanze aus den tropischen Regionen Asiens und wurde durch die entstehenden Handelswege in Europa eingeführt. Die Herkunft der Kapuzinerkresse ist Südamerika. Es gibt aber auch Kräuterarten, die nicht so lange Wege auf sich genommen haben. Borretsch stammt eigentlich aus dem Mittelmeerraum, ebenso wie Rosmarin, der ja als mediterranes Kraut bekannt ist. Es bleibt festzuhalten, dass viele exotische Arten ihren Weg aus Asien, Afrika und Amerika nach Europa gefunden haben und dort in Gärten kultiviert wurden.

Dazu trugen vor allem die Klostergärten bei. Die Aufgabe der Klöster im Mittelalter und Renaissance war nicht nur die Selbstversorgung und Speisung der Armen. Sie hatten auch eine medizinische Funktion. Mönche reisten oft sehr weit und entdeckten dabei Kräuter, die ausgezeichnet als Heilpflanzen funktionierten.

In Südtirol gibt es einige Höfe, die sich auf Südtiroler Kräuter spezialisiert haben und Wanderungen in der Alpenregion anbieten, bei denen man Wildkräuter als Heilpflanzen entdecken kann. Zu diesen Pflanzen zählen auch Kräuter, die als einheimisch gelten, wie beispielsweise die Schafgarbe.

Warum sind Bergkräuter aus Südtirol gesund?

Bergkräuter aus Südtirol sind bestimmt so gesund, weil sie dem Himmel so nah sind. Aber das ist nicht der einzige Grund. Bergkräuter gelten wegen einer Kombination von Faktoren als gesund. Diese Faktoren hängen mit dem einzigartigen Wachstumsumfeld und seinen biochemischen Eigenschaften zusammen.

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  • Bergkräuter wachsen in Höhenlagen. Das heißt, sie sind weit entfernt von städtischer Verschmutzung oder landwirtschaftlichen Schadstoffen. Luft- und Bodenqualität sind in diesen Gebieten in der Regel besser. Dies führt zu hochwertigeren Pflanzen.
  • Stärkere UV-Strahlung verursacht die Produktion sekundärer Pflanzenstoffe. Dazu gehören Flavonoide, Polyphenole und andere Antioxidantien. Die positiven Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit sind dokumentiert! Sie besitzen antioxidative, entzündungshemmende und antimikrobielle Eigenschaften.
  • Bergkräuter haben es schwer! Die schwierigen Wachstumsbedingungen bewirken, dass Bergkräuter effizienter Nährstoffe aus dem Boden aufnehmen müssen. Das führt zu einer höheren Konzentration von Vitaminen und Mineralstoffen in den Pflanzen.
  • Bergkräuter werden seit Jahrhunderten in der traditionellen Medizin verwendet. So kam es zur Entdeckung und Bestätigung ihrer gesunden Wirkung auf den Menschen. Kräuter wie Enzian, Arnika oder Johanniskraut spielen in der traditionellen europäischen Heilkunde eine wichtige Rolle.
  • Die Bergregionen beherbergen eine vielfältige Flora. Spezielle Arten und Varianten von Pflanzen und Kräutern sind in anderen Gebieten oft nicht mehr zu finden. Manchmal führt ein kurzer Blick auf einen besonderen Kräuterschatz durch die faszinierende Landschaft der Berge rund um Innichen.
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Welche Bergkräuter gibt es in Südtirol?

Bergkräuter in Südtirol sind eine eigene Reise wert. Bergkräuter sind Wildkräuter und nicht im Garten zu finden – außer, sie sind hinter die Zäune der Bauern gewandert. Haben wir dein Interesse geweckt? Dann besuche eine Kräuterwanderung in deinem Urlaub in Südtirol in Innichen. Die Erlebniswanderung Kräuter startet in den Sommermonaten regelmäßig in Sexten.

Südtiroler Bergkräuter = Südtiroler Küchenkräuter

Was könnte schöner sein als ein Urlaub in den Bergen, indem man heimische Kräuter und Gewürze mit einem sagenhaften Blick auf die atemberaubende Berglandschaft Südtirols erforscht? Du wirst erstaunt sein über die Vielfalt der wild wachsenden Kräuter. Sonne und Jahreszeit spielen natürlich eine besondere Rolle, wenn du planst, im Urlaub richtig zu „kräutern“.

Im Grunde genommen sind alle Südtiroler Bergkräuter auch Südtiroler Küchenkräuter. Schon allein, weil die meisten Höfe, wie auch unser Glinzhof, oben in den Bergen sind. Aber einige Wildkräuter findest du nur an besonderen Plätzen. Für diese Kräuter ist es wichtig, einen erfahrenen Kräuterexperten dabei zu haben, da einige Pflanzen auf den ersten Blick auch mit ihrem giftigen Pendant verwechselt werden können.

Tipp: Wenn du selbst Kräuter sammeln möchtest, denke daran, niemals ganze Bestände zu ernten, um die Vielfalt der Südtiroler Wildkräuter zu erhalten! Schließlich sind wir alle nur Gäste in Gottes weiter Natur!

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Die gute Nachricht ist: Kräuter wachsen, sobald die ersten Sonnenstrahlen Pflänzchen aus der Erde kitzeln. Das ist ungefähr im März oder April. Dann ist es Zeit für eine Wildkräutersuppe. Die ersten Pflanzen des Frühjahrs helfen dabei, alte Wintersünden aus dem Körper zu waschen und eine kleine Kräuterapotheke für den nächsten Winter anzulegen. Für die Sammelzeit gibt es keine allgemeingültigen Regeln, da die Natur ihren eigenen Gesetzen unterworfen ist.

Wildkräutersuppe – Geschmacksexplosion und Körperreinigung

Wenn Du auch zu Hause ein bisschen Kräuterkraft haben möchtest, gibt es hier ein perfektes Rezept für Dich:

Zutaten für vier Personen:

  • 150 g Wildkräuter nach Saison
  • 1 große Zwiebel
  • 20 g Butter
  • 1 Eßl. Mehl
  • 1 l Gemüsesuppe
  • 100 ml Schlagsahne
  • 1 Prise Muskatnuss
  • 1 Prise Salz
  • 1 Prise frischer Pfeffer
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So kommt die Suppe in den Topf:

  1. Kräuter vorbereiten: Waschen, verlesen, Stile entfernen und eine kleine Schüssel abgedeckt für die Dekoration beiseite stellen.
  2. Zwiebel schälen und klein schneiden.
  3. Butter in einem großen Topf erhitzen und die Zwiebel darin dünsten.
  4. Mehl darüber stäuben und hellgelb anschwitzen.
  5. Dann die Gemüsesuppe unter kräftigem Rühren dazugeben.
  6. Offen bei mittlerer Hitze ca. 10 Minuten sämig einköcheln lassen.
  7. Kräuter und Schlagsahne einrühren und kräftig kochen, bis die Kräuter zusammen fallen.
  8. Mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss abschmecken.
  9. In vorgewärmte Suppenteller füllen und mit den beiseite gelegten Kräutern bestreuen.
  10. Sofort servieren.

Zu einer feinen Wildkräutersuppe gehört auch ein leckeres Schüttelbrot. Die Herstellung kann ein wunderbares Familienevent werden! Schnapp Dir Deine Lieben und schüttel nach dem Urlaub noch mal richtig los!

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Die 10 bekanntesten Wildkräuter aus Südtirol

Unsere Liste der 10 bekanntesten Wildkräuter aus Südtirol soll dir und deiner Familie einen Einblick in die Südtiroler Natur ermöglichen. Schärfe deinen Blick, packe ein Buch über Pflanzenbestimmung ein und wage einen Ausflug in die wärmende Sonne der Südtiroler Berge.

1. Meisterwurz (Peucedanum ostruthium)

Große, weiße Blütendolden und aromatische Wurzeln zeichnen die Meisterwurz aus. Sie ist in feuchten Wiesen der Südtiroler Bergregionen zu finden.

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In der Volksmedizin werden die Wurzeln für die Behandlung von Magen- und Darmverstimmungen empfohlen.

2. Lungenkraut (Pulmonaria officinalis)

Lungenkraut ist an seinen auffällig weiß gefleckten Blättern und an seinen hübschen rosafarbenen bis violetten Blüten zu erkennen.

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Ihr bevorzugtes Gebiet sind feuchte Wälder. Angewendet wird das Kraut für Erkrankungen der Atemwege.

3. Königskerze (Verbascum thapsus)

Ihre majestätische Erscheinung adelt ihren Namen: Die Königskerze mit ihrem hohen Wuchs und ihren gelben Blüten und filzigen Blättern wächst gerne auf trockenen Böden und Böschungen.

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Traditionell wird diese wunderschöne Pflanze gegen Husten und Bronchitis eingesetzt.

4. Schafgarbe (Achillea millefolium)

Die Frauenpflanze mit ihren kleinen weißen Blüten wächst auf Wiesen, Wegen und an Bergrändern. Seit Jahrhunderten verwendet man die Schafgarbe zur Behandlung von Menstruationsbeschwerden und zur Wundheilung.

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Weil ihre würzigen Blätter schmackhaft sind, findet man sie in jedem modernen Kräutergarten.

5. Gundermann (Glechoma hederacea)

Wenn du Gundermann suchst, findest du ihn im schattigen Bereich von Hecken. Seine kleinen, violetten Blüten treiben den modernen Agriturismo voran. Die kleine Pflanze ist sehr würzig und eignet sich für den letzten Schliff an jedem Gemüse.

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Der Anbau von Gundermann ist einfach. Meistens kommt er von allein in den Kräutergarten.

6. Johanniskraut (Hypericum perforatum)

Johanniskraut ist einfach zu erkennen: Wenn man seine kleinen grünen Blüten gegen die Sonne hält, entdeckt man rote Pünktchen! Das Kraut wächst überall da, wo es Licht gibt: Auf Wiesen, Feldern und lichten Wäldern.

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Johanniskraut ist bekannt dafür, gegen Depressionen eingesetzt zu werden.

7. Bärlauch (Allium ursinum)

Warst du schon einmal auf einer Waldlichtung, in der es ganz deutlich nach Knoblauch gerochen hat? Herzlichen Glückwunsch! Dann hast du Bärlauch gefunden. Aber Vorsicht! Die langen grünen Blätter und weißen Blüten ähneln denen des giftigen Maiglöckchens.

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Wenn du echten Bärlauch gefunden hast, dann ist er aber ein wahrer Pesto -Traum!

8. Bergthymian (Thymus serpyllum)

Bergthymian ist ein Aromawunder! Seinen Duft kann man wunderbar in Kräutersalz einfangen und mit anderen Kräutern wie beispielsweise Majoran und Rosmarin kombinieren.

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Damit verbindet man beliebte Gewürze für Gemüse und Suppen in einem Würzmittel.

9. Enzian (Gentiana lutea)

Blau, blau, blau blüht der Enziaaannnn – stimmt. Aber es ist der gelbe Enzian, aus dessen Wurzeln Bitterstoffe gewonnen werden. Enzian ist für seine verdauungsfördernden Eigenschaften bekannt und liebt die kalkigen Böden der Bergregionen.

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Sein blau blühender Verwandter hat eher poetische Eigenschaften: Er steht für Treue und Verbundenheit und gilt seit jeher als Zeichen der Liebe.

10. Arnika (Arnica montana)

Arnika ist unter allen Globuli Vertretern bekannt. Die Pflanze kommt in jeder Südtiroler Region vor und hilft ausgezeichnet gegen Prellungen, Verstauchungen oder Muskelkater. Die alpinen Hochlagen Südtirols sind das Zuhause der gelb blühenden Arnika.

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Aber auch in einem Wiesenblumenstrauß ist Arnika ein ästhetisches Wunder!
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Lust auf Kräutergarten?

Du hast Lust auf einen eigenen Kräutergarten bekommen? Weil Dir der Duft und die entspannende Anwesenheit von feinen Kräutern und dem Gefühl, endlich frei Atmen zu können, nicht mehr aus dem Kopf geht?

Kräutergarten anlegen und planen – so geht’s!

Berge kann man nicht mit nach Hause nehmen. Südtirol kann man nicht mit nach Hause nehmen. Kräuter schon! Für eine Liebesbeziehung, die ewig dauern kann, bekommst Du in Kräutergarten anlegen und planen weitere wertvolle Tipps, wie Du Dir selbst eine kleine Südtiroler Kräuter Oase nach Hause holen kannst. Sogar mit Urban Gardening!

Noch nicht genug vom Bauerngarten in Südtirol?

Wenn du noch mehr erfahren willst, empfehlen wir das Buch Bauerngärten in Südtirol. Entspanne bei dem Gedanken an Düfte und Farben aus Südtirol und genieße die pure Aromatherapie im Urlaub auf dem Bauernhof – bei uns am Glinzhof. Wir freuen uns auf dich.

Frage uns einfach und schnell über unser Kontaktformular an und wir melden uns schnellstens bei dir!

I - 39038 Innichen/San Candido (Südtirol / Sudtirolo)

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